Altenburg II
Baubericht eines privaten Modellbahn-Projektes: Märklin H0 Anlage: Altenburg III
(oder wenn ein Kindheitstraum erst mit 40 erfüllt werden kann)
Altenburg II entstand eigentlich nur aus einem Grund: Wir wollten ein neues Haus bauen und die damalige Planung sah vor, dass dieses aber dann erst Ende 2009 geschehen sollte. Somit war für mich dann klar, dass ich bis zum Umzug eine Über-gangsanlage bauen wollte. damit ich natürlich erstens weiter spielen konnte und zum Zweiten, wollte ich unbedingt meine Kenntnisse im digitalen Schalt- und Steuerungsbereich vertiefen und ausbauen. Außerdem wollte ich unbedingt PC bzw. Software gesteuerte Abläufe einspielen und testen. Arno hat mich mit seiner Anlage und seinen Möglichkeiten mit dem Traincontroller voll überzeugt und meine analoge bzw. konventionelle Schaltwelt mit den typischen Märklin-Stellpulten sollte nun endgültig begraben werden. So entstand also der Plan zu Altenburg II relativ schnell und unkompliziert. Nach ca. 1,5 Stunden am PC mit meinem Wintrack Programm war der Plan bereits fertig und nur eine Woche später begann ich bereits mit dem Bau. Ich konnte den Rahmen von Altenburg I (dank sanfter Abbauweise) fast komplett verwenden, da ich diesen damals schon in Segmenten gebaut habe. Der Gleisplan war nix Besonderes, langer Bahnhof, 6 verdeckte Gleise als Schattenbahnhof, ein wenig Paradestrecke mit den schönen 24912 C-Gleisen und im sichtbaren Bereich überwiegenden Einsatz der schlanken C-Gleis Weichen (24711+24712). Wichtig war noch, dass ich mittlerweile (im Dez. 2006) meine alte Control Unit (6021) inkl. 80f und Uhlenbruck IRIS + Mobile Station Adapter gegen eine Märklin Central Station (60212) eingetauscht hatte. Ferner wollte ich bei dieser "Probeanlage" noch nicht komplett über PC fahren, sondern entschied mich für folgende Kombination:

Central Station zum Fahren (mfx+mm format), Schalten über PC mit dem günstigen (und später kostenlosen) Windigital-Programm über meine alte 6021+Interface 6051. Schattenbahnhof und Anlagenbetrieb wurden somit das erste Mal über S88 (IEK CAT-5) gesteuert und eine gewisse Automatik war somit vorhanden und ich genoß das entspannte Betrachten meiner Züge.

Damit die Loks auch sanft bzw. langsam an den Signalen und im Bahnhof anhalten, entschied ich mich für die Bremsmodule von IEK, welche auch noch den weiteren Vorteil hatten, dass sie die sehr günstigen Hobby-Signale von Märklin (74xxx) digital geschaltet haben. Mit dem Ergebnis war ich übrigens sehr zufrieden und für mich war dieser Schritt damals schon gewaltig und löste eine Begeisterung in mir aus, wie, als wenn ich ein Ticket mit der Enterprise gewonnen hätte. Die digitale bzw. technische Zukunft hatte Einzug in mein MoBa-Zimmer genommen. Hier nun ein paar der wenigen Bilder von der Anlage Altenburg II, welche schon nach wenigen Monaten wieder abgerissen wurde, dazu dann aber später mehr Infos in der Rubrik Altenburg III.
Ach ja und ich baute das erste Mal mit Oberleitung.